Nach zwei Jahren Unterbruch aufgrund der besonderen Situation rund um Corona konnte im Jahr 2022 endlich wieder ein Chlausweekend durchgeführt werden. Umso grösser war die Freude, dass sich 19 Jugendliche und 4 Leiter:innen im Pfadiheim Nepomuk in Brütten versammelten. Damit war das Lager beinahe ausgebucht – und gleichzeitig das bestbesuchte Chlausweekend seit der Einführung im Jahr 2003.
Mit dieser erfreulich grossen Teilnehmerzahl wurden die üblichen starren Gruppeneinteilungen bewusst etwas aufgelockert. Stattdessen kam ein Ämtli-Rad zum Einsatz, sodass bei jeder Mahlzeit – ob Zmorge, Znacht oder Dessert – alle ihren Beitrag leisteten. Vom Tischdecken bis zum Bodenwischen war jede und jeder einmal an der Reihe. Entsprechend wurde fleissig gekocht, geknetet und gebacken.
Auch kulinarisch war einiges los: Nebst den traditionellen Nüssli wurden im Verlauf des Weekends unter anderem 7 kg Mandarinen, 4.5 kg Äpfel und 4.5 kg Bananen gegessen. Dafür wurde – ganz in Chlausweekend-Tradition – wieder auf ein offizielles Zmittag verzichtet.
Mit so vielen Teilnehmenden war natürlich auch entsprechend viel Betrieb im Haus. Die grosse Auswahl an Karten- und Brettspielen sorgte jederzeit für Unterhaltung, während sich Bewegungsfreudige bei der täglichen Kissenschlacht oder draussen an der frischen Luft austoben konnten. Auch musikalisch war einiges geboten: Am Klavier wurde fleissig geübt, ausprobiert und vorgespielt, sodass das Wochenende immer wieder von Musik begleitet wurde.
Neben Spiel und Spass wurde auch ein pädagogischer Akzent gesetzt. Im Rahmen des Cool & Clean-Themas „Regeln aushandeln“ durften die Teilnehmenden – abgesehen von einem ersten Grundsatz – ihre eigenen Regeln für ein angenehmes Miteinander festlegen. Diese wurden am Samstag nochmals gemeinsam angeschaut, ergänzt und diskutiert. Auch wenn die Umsetzung nicht immer ganz einfach war, war es spannend zu beobachten, wie Konflikte teilweise bereits innerhalb der Gruppe angesprochen und gelöst wurden, bevor überhaupt eingegriffen werden musste.
Insgesamt blicken wir auf ein lebhaftes, intensives und sehr gelungenes Wochenende zurück. Nach der langen Pause war es besonders schön, diese Tradition wieder aufleben zu lassen.
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